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Artikel aus 2004

Teil 1
Lehren und Lernen mit neuen Medien im Schulunterricht

MARTIN HÄMMERLE


Der folgende Beitrag ist die Beschreibung des Blended Learning Seminars »Lehren und Lernen mit Neuen Medien im Schulunterricht«, das im Sommersemester 2004 unter der Leitung von Martin Hämmerle im Rahmen der ILIAS-Pilotphase am Institut für die schulpraktische Ausbildung der Universität Wien in Kooperation mit dem Zentrum für Lehrentwicklung durchgeführt wurde. Vor dem Hintergrund der Ziele/Inhalte und des Aufbaus dieses Seminars werden in exemplarischer Form Lehr- und Lernerfahrungen im Einsatz der Lehrplattform als Kommunikations-, Diskussions-, Dokumentations-, Produktionsinstrument und als Mittel für die Content-Distribution und Recherche reflektiert. Der Aspekt der Komplementarität zwischen Präsenz- und Onlinephasen, die Zusammenfassung wichtigster Ergebnisse der Online-Arbeiten, und die Reflexionen der Studierenden im Umgang mit der Lernplattform stehen im Focus des Berichts. Die Ausführungen des eTutors Christian Eder und des Projektgruppenleiters Gerhard Wagner beleuchten die Arbeiten in den Projektgruppen-Foren.



Initial D
ie Lehrveranstaltung, ist Teil der pädagogisch-wissenschaftlichen Berufsvorbildung und richtet sich an Studierende aller Lehramtsstudienrichtungen (Beschränkung der Teilnehmer-Innenzahl mit 16).
Mitte Februar 04 wurde sie auf der Homepage des ISA und im kommentierten Vorlesungsverzeichnis mit folgender

Zielorientierung

angekündigt:
»Lehramtsstudierende sollen in dieser Lehrveranstaltung darin unterstützt werden, Erziehungs- und Bildungsaufgaben im Bereich Medien zu erkennen und durch die Aneignung von Theoriewissen und Handlungswissen und durch den Erwerb von Fähigkeiten/Fertigkeiten im Umgang und in der Selbstherstellung von Neuen Medien Vermittlungskompetenzen medienpädagogischer Zieldimensionen und Kompetenzen hinsichtlich eines sinnvollen und reflektierten Einsatz Neuer Medien im Unterricht erwerben.
Vor dem Hintergrund lerntheoretischer und mediendidaktischer Fragestellungen bietet der aktive Umgang mit Neuen Medien - insbesondere der Einsatz der Lernplattform ILIAS - Anlass, deren Potenzial in der Umsetzung innovativer Formen des Lehrens und Lernens zur Optimierung von Lehr- und Lernprozessen zu reflektieren.
Im Sinne des Ansatzes einer aktiven- und integrativen Medienerziehung erfolgt die Planung-, Umsetzung-, Präsentation- und prozess- bzw. produktorientierte Reflexion eines kleinen Medienprojektes. Dadurch eröffnen sich in exemplarischer und handlungsorientierter Form Lernanlässe, um die als Lehr- und Lernmittel-, als Informations-, Kommunikations-, Produktions- und Präsentationsinstrumente zum Einsatz kommenden Medien selbst zum Thema der eigenen unterrichtlichen Arbeit machen zu können.«

Der Verlaufsplan (vgl. im Anhang Seite 1 - 4)

ist das Ergebnis umfangreicher Planungsarbeiten in Zusammenarbeit mit eTutor und Projektgruppenleiter. Er beinhaltet detaillierte Angaben hinsichtlich Aufbau, Inhalte, Sozial- und Kommunikationsformen, Aufgabenstellungen, Leistungsanforderungen etc. Durch die grafischen Elemente in der Darstellung sollen in schematischer Form die Verknüpfungen der Arbeitsprozesse in den Präsenz- und Online-Phasen verdeutlicht werden.
Die Online-Arbeiten erfolgten auf zwei Ebenen: Einerseits im Plenum, in dem gruppenübergreifende Aufgabenstellungen bearbeitet wurden und andererseits in den drei in sich geschlossenen Gruppenforen, in denen die projektgruppenspezifischen Aktivitäten ausgeführt wurden.
Die Besprechung dieses Verlaufsplanes und die Klärung der daran anknüpfenden Fragen von Seiten der Studierenden standen im Mittelpunkt der

Eröffnungsveranstaltung.
Durch eine kurze Einführung in die Grundfunktionen von ILIAS wurden die Studierenden in die Lage versetzt, in Vorbereitung auf den Ganztagesblock bereits die

ersten Arbeitsaufträge

auf der Plattform auszuführen. Zum einen hatten 4 Studierende an Hand von Grundlagentexten ein Kurzreferat mit entsprechendem Handout vorzubereiten. Sowohl die Texte als auch die Handouts wurden bereits im Vorfeld der Veranstaltung auf der Plattform bereitgestellt.
Zum anderen hatten alle Studierenden einen ersten Arbeitsauftrag mit folgender Formulierung auszuführen und in das entsprechende Forum der Plattform zu posten:

Aufgabenstellung: Medien in meiner Schul-/Unizeit»
Halte bitte auf ca. einer Seite fest, welchen Stellenwert Medien in den verschiedenen Fächern deines Schul unterrichts bzw. in den Lehrveranstaltungen, die du an der Uni besucht hast/besuchst, eingenommen
haben/einnehmen. Poste das Ergebnis in das «Forum Plenum» und zwar in den Thread «Medien in
meiner Schul/Unizeit».
Folgende Leitfragen können z.B. in diesem Zusammenhang von Interesse sein:

In welchen Fächern/LV kamen welche Medien wie oft zum Einsatz?
Mit welchen Zielsetzungen wurden welche Medien eingesetzt?
Wie habe ich den Medieneinsatz erlebt?
Welche Medien hast du mit welchen Erfahrungen selbst anlässlich von Referaten/Aufgabenstellungen etc. eingesetzt?
Wie oft sind Medien selbst zum Thema des Unterrichts gemacht worden?
Welche Bedeutung kam/kommt in der Schule und an der Uni

medienpädagogischen/medienerzieherischen Fragestellungen zu?

Welche Ansätze/Zielsetzungen verfolg(t)en dabei die Lehrer/Lehrenden?

Viel Erfolg bei deinen Bemühungen!

Abgesehen davon, dass einzelne Beiträge nicht in dem eigens dafür eingerichteten Ordner «landeten», bereitete der Umgang mit der Technik überhaupt keine Probleme.

Erste Lernerfahrungen im Einsatz der Lehrplattform

konnten in Ausführung dieser Aufgabenstellung dahingehend gemacht werden, dass deutlich wurde, was Blended Learning hinsichtlich einer effizienten Vorbereitung- Durchführung- und Nachbereitung von Präsenzveranstaltungen - im konkreten Fall - in der Durchführung des

Ganztagsblock
zu leisten im Stande ist. Durch die Sammlung- und vorbereitende Lektüre der Beiträge/Textunterlagen/Handouts konnte in dieser Präsenzveranstaltung von einem homogenen Informations- und Wissensstand aller SeminarteilnehmerInnen ausgegangen werden. Der Bezug auf die in den Online-Unterlagen angesprochenen Inhalte, Problemstellungen, Schlüsselfragen erlaubte einen Einstieg in die Thematik auf sehr hohem Niveau und führte zu interessanten Diskussionen mit überaus reger Beteiligung fast aller Studierenden.
Zur Sicherstellung des Lerntransfers wurden in der Nachbereitung der Präsenzveranstaltung eine Zusammenfassung wichtigster Ergebnisse und Materialien (mittels Fotoprotokoll) in einem Ordner für «Lernmaterialien» online gestellt. Beispielhaft dafür sind hier die in Form einer Punktation

«gesammelten Erfahrungen bzgl. des Medieneinsatzes in meiner Schul-/Unizeit» angeführt.

ein medienkritischer Zugang von seiten der Lehrenden bildet die Ausnahme; die Medien selber werden nur in den seltensten Fällen selbst zum Thema des Unterrichts/der Lehre gemacht;
auffällig sind sowohl in der Schule als auch auf der Uni fachspezifische Unterschiede in der Auswahl, im Einsatz und im Umgang mit den unterschiedlichen Medien;
oft mangelnde Vorbildwirkung der Lehrenden (vgl. missbräuchlicher Umgang z.B. mit dem Overhead-Projektor);
Fragen hinsichtlich eines sinnvollen- und didaktisch begründeten Einsatzes von Medien (vgl. Video als LehrerInnen-Ersatz?);
Herausforderung für LehrerInnen und Lehrende, auch abseits von Medien, Handlungs- und Erfahrungsräume zu eröffnen;
Überforderung der Lehrenden und der Bildungsinstitutionen angesichts der rasanten technischen Entwicklung («Schule hinkt immer hinter her»);
Zeit als hinderlicher Faktor für einen kritischen und reflektierten Umgang mit Medien; neue Perspektiven durch

o neue Formen des Lehrens und Lernens
o LehrerInnenweiterbildung/ -fortbildung
o Maßnahmen bzgl. Organisationsentwicklung
o zusätzliche Ressourcen

Der zweite Teil des Ganztagsblock stand nach einem kurzen Input in die «Grundlagen der Projektarbeit» im Zeichen der Entwicklung weiterführender Projektideen und der Bildung von drei Projektgruppen («Medienkompetenz», «Radioarbeit», «e-Learning), in denen erste Zielorientierungen erarbeitet wurden, die in der Folge im Plenum präsentiert wurden.
Um die Verlagerung der Seminaraktivitäten auf die virtuelle Ebene sicherzustellen und um förderliche Rahmenbedingungen für die Arbeiten in den diversen Online-Foren (sowohl im Plenum als auch in den Projektgruppen) zu schaffen, wurden im abschließenden Teil dieses Seminartages quasi als

»Brückenpfeiler«

folgende Schwerpunkte erarbeitet:

Befassung mit den Grundregeln der Online-Kommunikation, Online-Diskussion und Online-Moderation
Austausch über das Grundverständnis von kollaborativen Lernen als gemeinsames Lernen in den Projektgruppen in Interaktion mit dem Tutor; als Befähigung im Team zu agieren und die unterschiedlichen Fähigkeiten/Fertigkeiten/Begabungen solidarisch und gewinnbringend in der Bearbeitung einer Aufgabe oder eines Problems zu nutzen und sich in der projektgruppenübergreifenden Kommunikation im Plenumsforum und im Austausch der Projekterfahrungen initiativ einzubringen.
Erörterung des Rollenverständnisses der Lehrenden (LV-Leiter/Tutoren) und Lernenden, die sich in ihrer Interaktion als in einem gemeinsamen Lernprozess befindlich begreifen.

Die Lehrenden begleiten und unterstützen die Studierenden in den Onlinephasen als Coachs/ Lernbegleiter/Moderatoren und leisten bei Nachfragen und Problemen Hilfestellung; einer ihrer Hauptaufgaben besteht in der Beratung der Lernenden in ihrem eigenständigen Lernprozess und in der Förderung der Selbstverantwortlichkeit. In den Präsenzphasen fungieren sie in erster Linie als Moderatoren.
Die Lernenden müssen das für ihre Projektarbeiten relevante Wissen eigenständig und in Kooperation mit den Mitlernenden erarbeiten.
Die Arbeit auf der Lernplattform erfolgt in kooperativer und aktiver Form in den durch die Tutoren unterstützten Foren. Im Vordergund steht dabei eine prozessorientierte Betrachtung des Lernens sowie der Anspruch auf Förderung
o der Selbststeuerungs- und Kooperationsfähigkeiten
o des kooperativen und kollaborativen Lernens und
o des kritisch-reflektierenden-, verantwortungsbewussten-, selbständigen- und solidarischen Denkens und Handelns (gegenseitige Hilfe beim Lernen)

Vereinbarungen über die Durchführung von Arbeitsaufträgen in den diversen Online-Foren mit klar zugeteilter personeller Verantwortung und mit genauen Terminangaben. Als wichtigste Eckpunkte, die in symmetrischer, zeitlicher Abfolge den weiteren Verlauf der Projektarbeiten auf der Plattform gleichsam strukturierten und »rhythmisierten«, gelten hier die Erstellung der

o detaillierten Projektbeschreibungen in den Gruppenforen und deren »Veröffentlich-ung«/Austausch im Plenumsforum und
o in Monatsabständen abzufassende Projektberichte über den Stand und Fortgang der Arbeiten (insgesamt 3 Berichte pro Projektgruppe, für deren termingerechte Koordination und Abfassung jeweils 2 Studierende verantwortlich waren: Jeder Seminarteilnehmer fungierte somit für einen gewissen Zeitraum in der Rolle des Projektleiters)

Parallel zu den Arbeiten in den Gruppenforen waren die Studierenden mit dem Anspruch des gruppenübergreifenden kollaborativen Lernens auch noch durch Aktivitäten auf der Plenumsebene gefordert. Dazu gehörte die Teilnahme an virtuellen Diskussionen zu 3 Grundlagentexten, die in moderierter Form (jeweils 2 Studierende waren dafür verantwortlich) jeweils zwei Wochen hindurch geführt wurden. Diese Aktivitäten waren für die

projektgruppenübergreifende Vernetzung

sehr förderlich. Die Studierenden werteten sie einerseits als spannende Erfahrung, andererseits empfanden sie das »Sich-Einbringen« auf zwei verschiedenen parallel laufenden Ebenen als sehr fordernd und zum Teil auch als überdurchschnittlich belastend.
Interessant in diesem Zusammenhang ist aber die Initiative einer Studentin, die sich das Potenzial kollaborativen Lernens zu Nutze machte, in dem sie im Plenumsforum mit folgendem Wortlaut eine Umfrage startete:

Hallo, hier ist Barbara von der Gruppe »Medienkompetenz«.
Ich hoffe, ich hab jetzt nichts falsch gemacht, indem ich einfach ein neues
Thema gestartet hab -?
Jedenfalls würde ich mich sehr freuen über Eure Ansichten zu folgendem Thema:
Was stellt Ihr Euch unter einer/einem »medienkompetenten Lehrer/in« vor?
Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten, welches Wissen und Können sollte
diese/dieser laut Eurer Definition besitzen? Was sollte diese Person also in der
Ausbildung gelernt haben? Welches Verständnis habt Ihr von Medienkompetenz?
Ein paar Sätze würden mir schon genügen, es müssen keine großartigen
Ausführungen sein. Ich werde unsere Ansichten dann zusammenfassen und damit
vergleichen, was z.B. die diversen Institutionen zur Lehrerfortbildung auf
diesem Gebiet anbieten, bzw. damit, was einige Autoren (z.B. Spanhel, Artikel in
der Zeitschrift »Medienimpulse« darüber denken).
Vielen Dank!

Die Ergebnisse wurden von ihr nachbereitet, zusammengefasst und in die Projektarbeit integriert.
Der Umstand, dass von allen Studierenden ein Beitrag erarbeitet wurde, zeugt von einem hohen Maß an eigenverantwortlichem, solidarischem Handeln.

Da - wie in einer realen Lernumgebung - auch für erfolgreiches Blended Learning die Verbundenheit mit den anderen Lernenden und Tutoren ein wesentlicher Faktor ist, wurden im Plenum unter den Titeln:


o »Klatsch und Tratsch«
o »Aktuelles/Veranstaltungshinweise«
o »Tipps und Tricks/Literatur/Zeitschriftenartikel«

Foren eingerichtet, die - abseits der Sachebene - einen Rahmen boten, innerhalb dessen auch auf der Beziehungs-/Befindlichkeitsebene ein gruppenübergreifender Austausch möglich war.
Die Einladung einer Studentin zu einem gemeinsamen Kinobesuch erfolgte z.B.. mit folgendem Wortlaut:

»Filmempfehlung:
******Blick Bestimmung************************
***************Bilder bestimmter Leben********
**********************************************
***Was:Dokumentarfilm, Österreich 2003********
***Wann:2.-6.Mai,8.Mai 19 Uhr*****************
********7.Mai 18 Uhr**************************
***Top-Kino,6,Rahlgasse 1*********************
**********************************************
Ein Film von und über behinderte Menschen aus Österreich.
Einige Mitwirkende haben wir, die Radiogruppe, kennengelernt.
Prädikat: absolut sehenswert.
Wer ist daran interessiert, dass wir zusammen ins Kino gehen?
Hiermit eröffne ich eine Diskussion über Terminvorschläge !!
liebe Grüße
Gerburg«

10 Tage nach dem Abgabetermin des ersten Projektgruppenberichts - war für Mitte Mai ein halbtägiges Realtreffen angesetzt. Postings im Vorfeld dieses Termins wie z.B.:

»Bin auch froh über den kommenden persönlichen Kontakt.
Ist einfach ungewohnt und seltsam für mich alles übers «Kastel» abzuwickeln.
Robert«

sind ein weiterer Beleg dafür, welch große Bedeutung der sozialen Dimension des Lernens von Seiten der Studierenden beigemessen wird.
Der erste Teil dieser Veranstaltung galt dem Austausch innerhalb der Projektgruppen. Unter Einsatz diverser Moderationsmethoden wurden Standortbestimmungen vorgenommen, Ablaufs- und Organisationspläne für den weiteren Projektverlauf erstellt und Vorstellungen hinsichtlich der Präsentation- und Dokumentation der Projektergebnisse entwickelt.
Im daran anschließenden Plenumsteil wurden die Ergebnisse aus den Projektgruppen präsentiert und besprochen.
Der letzte Teil dieser Veranstaltung war der Besprechung der laufenden Online-Diskussionen auf der Plattform gewidmet. Zum einen wurde auf die Schwierigkeit hingewiesen, dass sehr viele Informationen, die in der Kommunikation »von Angesicht zu Angesicht« von den Beteiligten direkt verarbeitet werden können, in der web-basierten Kommunikation nicht übertragbar sind. Die oft knappen Beiträge ließen beispielsweise zu wenig Raum für das Vermitteln von Informationen, die im direkten Gespräch auf der nonverbalen Ebene meist unbewusst mitgeliefert würden. Es wurde auch betont, dass die Darstellung und das Auffinden der einzelnen Diskussionsbeiträge auf ILIAS zu unübersichtlich sei. Die einzelnen Beiträge müssten thematisch klarer gegliedert werden können und der Diskussionsfaden (Wer antwortet auf wen? Wann und wo beginnt ein neues Thema?) deutlicher ersichtlich sein.
Die bis zu diesem Zeitpunkt eher zögerliche Beteiligung gab auch Anlass darüber nachzudenken, wie in der Online-Moderation zusätzliche Impulse gesetzt werden könnten, um in die Diskussionen mehr Schwung zu bringen. Das Sammeln grundlegender Hinweise zu Moderationstechniken, Techniken der Fragestellung, des Zusammenfassens, Paraphrasierens, Nachfragens etc. gab den Studierenden Instrumente in die Hand, die sich in der Durchführung der noch ausstehenden Online-Moderationen als sehr hilfreich erwiesen. So wurden diese Forumsdiskussionen in weiterer Folge dieses Seminars zunehmend als lebendig, interessant und qualitätsvoll erlebt. In Rückmeldungen der Studierenden wurde die Beobachtung reflektiert, dass die schriftlichen Diskussionsbeiträge länger überlegt werden konnten und so die Entgegnungen durchdachter erfolgen konnten. Gegenüber einer Präsenzdiskussion, an der sich oft nicht alle beteiligen, führten diese virtuelle Diskussionen nahezu zu einer Gleichverteilung der Diskussionsbeiträge. Als förderlich wurde auch die Einführung verbindlicher Diskussionsregeln bezeichnet.
Der Ausblick auf den Abschlusstermin mit Focus auf die Präsentation der Projektergebnisse, die Hinweise auf die in weiterer Folge noch zu erstellenden Projektberichte und die noch ausstehenden Arbeitsaufträge im Plenum bildeten den Abschluss dieses Treffens.

Besonders aufschlussreich für alle Beteiligten waren die Online-Beiträge (insbesondere auch die kritischen Anmerkungen, die eine Reihe von Ansatzpunkten zur Verbesserung dieses Lehrangebotes beinhalteten) zum Arbeitsauftrag:

»Reflexion der eigenen Arbeit auf der Lernplattform«
Das entsprechende Forum wurde mit folgendem Text eröffnet:

»Hallo Alle!
Wie schon im Forum «Zielgerade» angekündigt, ist heute der Starttermin für die Aufgabenstellung «Reflexion der eigenen Arbeit auf der Lernplattform». Auf ca. 1 bis 1 1/2 Seiten (= ca. 2.500 - max 4000 Zeichen) bitte ich euch, bis spätestens 25. Juni, eure Arbeits- und Lernerfahrungen im Umgang mit der Plattform zusammen-zufassen. Diese Reflexionsarbeit könnt ihr z.B. entlang folgender Leitfragen abfassen:
- Wie sehe ich mich in der Selbsteinschätzung meiner Aktivitäten auf der Plattform?
- Wie beurteile ich die Möglichkeiten der Plattform hinsichtlich
o Information
o Kommunikation
o Kooperation und
o der Generierung von Contents (sofern diesbezüglich Erfahrungen gemacht werden konnten)?
- Was funktionierte gut? Was war schwierig/mühsam?
- Wie veränderten sich durch den Einsatz der Lernplattform meine Lern- und Arbeitsgewohnheiten?
- Wie schaut nach deinen Vorstellungen der optimale Verlauf eines Online-Seminars aus? Was stellt das an mich für Anforderungen?
-Wo siehst du Verbesserungsmöglichkeiten zu unserem Seminar?
Also dann...gutes Gelingen! und noch viel Energie und Erfolg für den
Semesterabschluss!
lgm«

In den hier ausgewählten Statements der Studierenden - geordnet nach Leitfragen - kommt zum Ausdruck, wie unterschiedlich und ambivalent die Online-Arbeit eingeschätzt wurde. Außerdem werfen sie ein Licht auf die erschwerenden- bzw. begünstigenden Faktoren der Kommunikation auf der virtuellen Ebene:

- Wie sehe ich mich in der Selbsteinschätzung meiner Aktivitäten auf der Plattform?
P.R..: Ich war zu sehr am Informationssammeln orientiert, als am Gliedern, Strukturieren, Zusammenfassen....Man muss sehr viel lesen...
R.M.: ...mir ist es schwer gefallen, mich sinnvoll in die Diskussionen einzubringen. Ich schreib´nicht gerne und rede lieber face to face; trotzdem bin ich froh, dieses Seminar gemacht zu haben, weil ich erkannt habe, welches enorme Potenzial in solch einer Lehr/Lernform steckt;
G.S.: Zu Beginn des Seminars war mir die Plattform äußerst suspekt, es stellte sich aber sehr schnell ein Gewöhnungseffekt ein;

Wie beurteile ich die Möglichkeiten der Plattform hinsichtlich

o Information?
P.R.:Zu meiner Überraschung hat die Information und Kommunikation sehr gut funktioniert und auch Spaß gemacht...
C.E.: Foren sind tw. unübersichtlich, Download funktioniert nicht mit allen Browsern: die Dateien müssen erst am eigenen PC abgespeichert werden, um diese öffnen zu können;
R..M.: schlechte Strukturierungsmöglichkeiten;
M.M.: Diesen Punkt bewerte ich absolut positiv! Auf der Plattform entstand ein riesiger Wissenspool, aus dem sich jeder/e Relevantes herausfischen kann.
o Kommunikation?
C.E.: Die Kommunikationstools sind sehr einfach zu bedienen;
B.P.: asynchrone Kommunikation ist gewöhnungsbedürftig; ...Lernplattform ist ein mächtiges Instrument, das das persönliche Gespräch aber nicht ersetzen kann;
F.N.: Ich konnte mit den Beiträgen nicht immer ein Gesicht verbinden - künftig mit Fotos;
G.N.: Die Frequenz meiner Beiträge hat abgenommen, da ich zum einen keinen Internetanschluss mehr zu Hause habe und zum anderen, da sich der erste neugierige, spielerische Umgang irgendwann legte;
o Kooperation?
K.H.: Druck, ständig erreichbar und »einsatzbereit« sein zu müssen...
B.P.: ...Zurückhaltung beim Verschriftlichen von Problemen, andererseits können in einer Diskussion auf der Plattform alle gleichberechtigt ihre Meinung zum Ausdruck bringen, weil es keine vorlauten Stimmen gibt und es ist manchmal leichter, seine Meinung zu schreiben als zu sagen; schriftliche Beiträge sind elaborierter, dichter,...
H.L.: Ich bin ein »Computermuffel« und dies spiegelt sich in der niedrigen Frequenz meiner Beiträge wieder.
K.S.: Die virtuelle Kooperation funktionierte in unserer Gruppe sehr gut. Manche Informationen realisierte ich auf Grund der unübersichtlichen Gestaltung der Plattform zu spät. Es ist mir schwer gefallen, mich auf die Kooperation in der Gruppe und auf die parallel dazu laufenden Aktivitäten im Plenums-Forum zu konzentrieren.
o und der Generierung von Contents ? (sofern diesbezüglich Erfahrungen gemacht
werden konnten)? - Was funktionierte gut? Was war schwierig/mühsam?
P.R..: ...sehr mühsam; nur minimale Formatierungsmöglichkeiten; es fehlt unter Ilias ein zentraler, gut integrierter Editor; Die Erstellung einer Lerneinheit verlangt eine gute Organisation und fleißige Gruppenmitglieder; trotzdem: open source gehört forciert!
K.S.: Der Ablauf der Kommunikation in unserer Gruppe hat sehr gut funktioniert. Es war sehr faszinierend zu beobachten, wie so ein Projekt gemanagt wird. Gerade durch den Wechsel der Gruppenleitung (jeder/e GruppenteilnehmerIn war für eine Phase in der Funktion des Projektleiters tätig) hätte ich Probleme erwartet, die jedoch nicht aufgetaucht sind. Jeder Leiter schaffte es, Arbeitsaufträge zu erteilen und die anderen zum Einhalten der Termine zu motivieren.

Wie veränderten sich durch den Einsatz der Lernplattform meine Lern- und Arbeitsgewohnheiten?

P.R.:... meine zeitlichen, örtlichen und lernspezifischenVorlieben konnte ich voll ausleben - aber! Vorsicht Falle! Motivieren musste ich mich immer selber, oder vielleicht durch ein Posting eines Kollegen;
R.M.: Zeitmanagement tut not!
B.P.: In der Priorität der laufend anfallenden Arbeiten kommen die Aktivitäten auf der Lernplattform zuletzt;
C.W.: Als Informatiker haben Neue Medien natürlich einen besonderen Reiz für mich. Der andere Teil in mir - der Germanist - findet es schön, wenn so herrlich d´rauflosgeschrieben werden kann; doch man erkennt auch die Vorzüge des Mündlichen, der »gesprochenen Sprache«;
G.S.: Bei den Online-Diskussionen fehlte mir das physische Gegenüber; ich hatte das Gefühl, ich würde meine Meinung in einen leeren, dunklen Raum schicken, ohne jegliche Gewissheit, ob sie »gehört« wird.
A.Z. Bei »Realveranstaltungen« lege ich mir die anstehenden Arbeiten so auf den Tisch, dass sie mir immer wieder auffallen um sie möglichst bald zu erledigen. Die Arbeit auf der Plattform kann dabei schon einmal zu kurz kommen, weil ich extra einsteigen muss und wenn es mich einmal nicht freut, diese ignoriere;das »Nicht-Einloggen« schützte mich vermeintlich davor, etwas tun zu müssen. Der Schock war natürlich umso größer, als ich zeitverzögert wieder die vielen Massages entdeckt hatte. Hier zeigt sich halt, dass Selbstdisziplin eine der wichtigsten Eigenschaften im Umgang mit diesem Medium ist.

Wie schaut nach deinen Vorstellungen der optimale Verlauf eines Online-Seminars aus? Was stellt das an mich für Anforderungen?

K.S.: Ich finde es auch bei einem Online-Seminar sehr wichtig, von Zeit zu Zeit Relatreffen abzuhalten. Sonst geht jegliches Gruppengefühl verloren. Realtreffen und Online-Phasen waren in diesem Seminar sehr gut aufgeteilt.

Wo siehst du Verbesserungsmöglichkeiten zu unserem Seminar?

P.R.: ...großer zeitlicher Aufwand; Seminar aufbauend in 2 Teilen anbieten;
R.M.: ...schon in der Seminarausschreibung auf den überdurchschnittlich großen Zeitaufwand hinweisen!
G.S.: Ich verbrachte leider viel Zeit damit, auf einen freien Computer auf der Uni zu warten;
A.Z.: Dieses Seminar war mit einem großen Mehraufwand an Zeit verbunden. Allerdings muss ich hier gleich anfügen, dass sich dieser Mehraufwand gelohnt hat. Dies ist eine der wenigen Lehrveranstaltungen in der praxisorientiertes Lernen durch »learning by doing« möglich ist.

Mit dem Näherrücken des Abschlusstermins verlagerten sich die Seminaraktivitäten zur Vorbereitung der Abschlusspräsentationen zunehmend in die Gruppenforen. Die virtuelle Arbeit auf der Plenumsebene wurde mit der Abgabe der letzten Projektgruppenberichte und den Eintragungen in die Listen zur Erhebung des Arbeitszeitaufwandes abgeschlossen.
Abweichend vom ursprünglichen Verlaufsplan fanden in allen 3 Projektgruppen noch zusätzlich kurzfristig angesetzte Realtreffen statt, in denen die Koordination und die Form der Durchführung der Projektpräsentationen festgelegt wurden und Arbeiten zur termingerechten Fertigstellung der Präsentationsmedien ausgeführt wurden.
Freude, Anerkennung und Lob für besondere Leistungen und überdurchschnittlichen Einsatz fanden auf der Plattform z.B. in folgender Form ihren Niederschlag:

So schreibt u.a. Robert M:
An alle Fleissigen unseres Teams.
Vielen Dank für euren enormen Einsatz. Wenn unser Team nur aus solchen Knaben wie ich einer bin bestehen würde, wäre das Projekt definitiv zum Scheitern verurteilt. Ich glaub der Peter muss 10 Stunden pro Woche investieren, um diese Leistung zu erbringen. RESPEKT.
Nicht mehr lange bis zum Semesterende. ---> Wir habens bald geschafft!!!
Robert
Peter gibt angesichts der Fertigstellung der virtuellen Lerneinheit seiner Freude folgendermaßen Ausdruck:
WIR SIND FERTIG ????????????????
Robert hat unsere Lerneinheit noch eine Formatierung verpasst und ich hab noch
alles fertig verlinkt und damit sind wir jetzt fertig, juhuuuuuuuuuuuuuuuh!!!!

RESUMEE


Durch den Einsatz der Lernplattform und die Umsetzung des Konzepts von Blended Learning bot sich den Studierenden eine gute Ausgangsbasis, authentische Erfahrungen im selbstgesteuerten-, eigenverantwortlichen-, und kollaborativen Lehren und Lernen zu machen. Folglich ergaben sich eine Reihe von Anknüpfungspunkte, vor dem Hintergrund ihrer eigenen Schulerfahrungen und lerntheoretischer Fragestellungen , z. B. Fragen der schulischen Lernkultur und der Rolle des/r LehrerIn zu erörtern und zu überdenken.
Hinsichtlich der Organisation und des Aufbaus dieser Lehrveranstaltung erwiesen sich folgende Aspekte als besonders förderlich:

o Die Erstellung und Präsentation eines Verlaufsplanes (dieser wurde anlässlich der Eröffnungsveranstaltung besprochen) mit den wichtigsten inhaltlichen und zeitlichen Markierungen und Aufgabenstellungen
o Die wechselseitige Verknüpfung der Arbeits- bzw. der Lehr- und Lernprozesse in den Präsenzveranstaltungen mit denen auf der Lernplattform
o Die Dokumentation der Arbeitsschritte auf der Lernplattform
o Die klare Formulierung und Verteilung von Arbeitsaufträgen mit exakten zeitlichen Vorgaben und symmetrischer Verteilung über das ganze Semester hinweg
o Herstellung einer projektgruppenübergreifenden Gruppenidentität/Vernetzung der Studierenden auf der Arbeitsplattform
o Realistische terminliche Zielvereinbarungen

Rückmeldungen von Seiten der Studierenden wie z.B. überproportionaler Zeitaufwand, Verminderung direkter zwischenmenschlicher Begegnungen, Orientierungsprobleme auf der Plattform etc. müssen in der künftigen Konzeption dieser Lehrveranstaltung mitbedacht werden.

Eine große Herausforderung stellt in Hinkunft die Erstellung stichhaltiger Kriterien für die Beurteilung virtuell erbrachter Leistungen dar, wie z.B. Lernleistungen in Bereichen Selbstlernkompetenz, soziale Kompetenz, Projekt-, Informations- und Wissensmanagement.

Nicht in erster Linie technisches Know-how, sondern vielmehr kommunikative-, methodisch-didaktische- und organisationale Kompetenzen und Kompetenzen hinsichtlich Projekt-, Informations- und Wissensmanagement sind maßgeblich dafür, das Potenzial virtueller Lernumgebungen in Lehr- und Lernprozessen effizient und gewinnbringend zu nützen.
eLearning ist mit einem überdurchschnittlichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden, auch wenn angesichts des handlungs- und produktorientierten Ansatzes in dieser Lehrveranstaltung relativ wenig in die vorbereitende Digitalisierung von Lehr- und Lernmaterialien investiert werden musste. Eine große Herausforderung stellt die zukünftig immer bedeutsamer werdende Kooperationsfähigkeit und Eigeninitiative der Lehrenden (z.B. Pädagogen mit Informatikern) dar.
Lehren und Lernen mit Neuen Medien bedingt sowohl für Lehrende als auch Studierende ein Überdenken ihres hochschuldidaktischen- und unterrichtlichen Selbstverständnisses.

o Für Studierende bedeutet dies, dass sie vermehrt aktiv in die Gestaltung des Lernprozesses eingebunden werden und dabei lernen, kritisch reflektierend, verantwortungsbewusst und selbständig zu denken und zu handeln.
o Lehrende erfahren in der Umsetzung von eLearning eine Umstellung ihres Verständnisses von universitärer Lehre, in deren Zentrum meist die Wissensvermittlung steht. Die Rolle des Experten, der alles am besten weiß und kann, muss sukzessive aufgegeben werden. Zunehmend geht es darum, Lernende in ihrem eigenständigen Lernprozess zu beraten und in ihrer Eigenverantwortlichkeit zu fördern.

Als gewinnbringende Erfahrung in dieser Lehrveranstaltung erwies sich die Kooperation mit

e-LISA (= die online-Schiene der größten österreichischen Schulbuchverlage; e-LISA bietet unter dem Titel Sommerakademie seit Jahren im Rahmen der Lehrerfort- und -weiterbildung in Kooperation mit den Pädagogischen Instituten eine Reihe von reinen Online-Kursen zum Erwerb von Internet-, IKT-, eLearning- und Multimediakompetenzen an.) im Zuge derer drei Studierende ausgewählte Online-Kurse durcharbeiteten und reflektierten. Ihnen bot sich somit die Gelegenheit, Erfahrungen im Umgang mit einem Blended-Learning-Konzept in Bezug zu Lernerfahrungen im Umgang mit reinen e-Learning-Konzepten zu setzen.
K. H.: schreibt in diesem Zusammenhang:

»Die Vorteile des e-LISA-Kurses liegen auf der Hand: Die zeitliche und räumliche Flexibilität erlauben es jedem Kursteilnehmer in der für ihn angenehmsten Geschwindigkeit zu lernen, wann und wo immer er möchte. Man kann jederzeit ein- und aussteigen, Kapitel wiederholen oder überspringen. Der Lernerfolg kann mittels Abschlussübung überprüft werden, zu der man dann Feedback erhält. Die dafür vorgesehenen Übungen halte ich für gut gelungen, da sie kein bloßes Faktenwissen abfragen, sondern eine eingehendere Auseinandersetzung mit dem Thema des Kurses erfordern. Außerdem kann man die dabei zu erstellende Datei gleich für die eigene Unterrichtstätigkeit nutzen und hat mehr davon, als von einem herkömmlichen Test.«

Als besonders positiv werteten die Studierenden die Praxisorientierung dieser Kurse, von der sie viele Impulse für ihr weiteres Studium und für ihre künftige Profession mitnehmen konnten.
Dazu B.P., die den Kurs: »Fachmodul Englisch« bearbeitet hat:

» Der Nutzen des Kurses liegt für mich vor allem darin, dass mir verschiedene Einsatzmöglichkeiten des Internets im Englisch-Unterricht vorgestellt wurden, von denen mir einige völlig unbekannt waren. Ich habe dadurch einige wertvolle Anregungen erhalten, die mich auch zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema anregen.«

Eine Fortsetzung und Ausweitung dieser Kooperation halte ich in zweierlei Hinsicht für höchst wünschenswert: Einerseits kann durch den Einsatz von e-LISA Online-Kursen - z.B. schon im Vorfeld der Durchführung einer Blended Learning Lehrveranstaltung - ein homogenes Basisniveau aller TeilnehmerInnen hinsichtlich ihrer Internet-Kompetenz sichergestellt werden und andererseits lassen sich in diesem Blended Learning Szenario einzelne e-LISA Kurse als modulare Bausteine von Lehr- und Lerneinheiten zur Vermittlung von Fachwissen, Handlungswissen und Fertigkeiten in der Umsetzung medienpädagogischer- und mediendidaktischer Ziele und Inhalte effizient und gewinnbringend einsetzen.


Zu Teil 2: Christian Eder über die Funktionen der Lernplattform
Zu Teil 3: Gerhard Wagner über die Arbeit in der »Projektgruppe Radio«

LITERATUR


Hannelore KNAUDER (2002): Bildungsmanagement im Klassenzimmer. Wie Neue Medien den LehrerInnenberuf verändern. Studien Verlag: Innsbruck

H. MAYER, D. TREICHEL (Hg, 2004): Handlungsorientiertes Lernen und eLearning. Oldenbourg Wissenschaftsverlag: München

A. REITER, H. SCHWETZ, M. ZEYRINGER (Hg, 2003): Schule im Bannkreis der neuen Medien - Wo bleibt die humanistische Bildung? Überreuter: Wien

F. J. RÖLL (2003): Pädagogik der Navigation. Selbstgesteuertes Lernen durch Neue Medien. KoPäd: München

F. SCHELL, E. STOLZENBURG, H. THEUNERT (Hg, 2000): Medienkompetenz. Grundlagen und pädagogisches Handeln. KoPäd: München


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